German abstract

European Journal of Psychotraumatology (EJPT) - Deutsche Abstracts

Im Folgenden stellen wir Ihnen deutsche Übersetzungen für ausgewählte Abstracts zur Verfügung:

Übersetzung:

Hier gelangen Sie zum Artikel: https://doi.org/10.1080/20008198.2017.1418103

PTBS & Komplexe PTBS: ICD-11 Updates zu Konzept und Erfassung in Großbritannien, USA, Deutschland und Litauen

Thanos Karatzias, Marylene Cloitre, Andreas Maercker, Evaldas Kazlauskas, Mark Shevlin, Philip Hyland, Jonathan I. Bisson, Neil P. Roberts & Chris R. Brewin

Die 11. Revision der Internationalen Statistischen Klassifikation der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation (ICD-11) schlägt zwei distinkte Geschwisterdiagnosen vor, die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und die komplexe PTBS (kPTBS). In diesem Beitrag möchten wir den aktuellen Stand der Forschung in Bezug zur konzeptionellen Struktur und Erfassung von PTBS und kPTBS anhand des Internationalen Trauma-Fragebogens (ITQ) nach ICD-11-Vorschlägen in den USA, Großbritannien, Deutschland und Litauen darstellen. Vorläufige Ergebnisse legen nahe, dass die kPTBS in klinischen und Bevölkerungsstichproben zu finden ist, auch wenn die Prävalenzraten in den einzelnen Ländern variieren können. In klinischen Stichproben deuten vorläufige Ergebnisse darauf hin, dass die kPTBS häufiger als PTBS auftritt. Vorläufige Ergebnisse deuten ebenso darauf hin, dass der ITQ reliabel und valide ist und adäqaut zwischen PTBS und kPTBS unterscheiden können. Weitere interkulturelle Studien werden vorgeschlagen, um Unterschiede zwischen PTBS und kPTBS in verschiedenen Ländern in Bezug auf Prävalenz, Inzidenz und Prädiktoren für PTBS und kPTBS zu untersuchen.

Schlüsselwörter: PTBS, kPTBS, ITQ, Prävalenz, ICD-11

Original:

https://doi.org/10.1080/20008198.2017.1418103

PTSD & Complex PTSD: ICD -11 Updates on Concept and Measurement in the UK, USA, Germany and Lithuania

Thanos Karatzias, Marylene Cloitre, Andreas Maercker, Evaldas Kazlauskas, Mark Shevlin, Philip Hyland, Jonathan I. Bisson, Neil P. Roberts & Chris R. Brewin

The 11th revision to the World Health Organization’s International Classification of Diseases (ICD-11) proposes two distinct sibling conditions, Posttraumatic Stress Disorder (PTSD) and Complex PTSD (CPTSD). In this paper, we aim to provide an update on the latest research regarding the conceptual structure and measurement of PTSD and CPTSD using the International Trauma Questionnaire (ITQ) as per ICD-11 proposals in the USA, UK, Germany and Lithuania. Preliminary findings suggest that CPTSD is common in clinical and population samples although there may be variations across countries in prevalence rates. In clinical samples, preliminary evidence suggests that CPTSD is a more commonly observed condition than PTSD. Preliminary evidence also suggests that the ITQ scores are reliable and valid and can adequately distinguish between PTSD and CPTSD. Further cross-cultural work is proposed to explore differences in PTSD and CPTSD across different countries with regard to prevalence, incidence, and predictors of PTSD and CPTSD.

Key words: PTSD, CPTSD, ITQ, prevalence, ICD-11

Übersetzung:

Hier gelangen Sie zum Artikel: https://doi.org/10.1080/20008198.2017.1421001

Training der nächsten Generation von Psychotraumatologen: Ein neues kollaboratives Netzwerk für Training und Exzellenz in der Psychotraumatologie (CONTEXT)

Frédérique Vallières, Philip Hyland, Jamie Murphy, Maj Hansen, Mark Shevlin, Ask Elklit, Ruth Ceannt, Cherie Armour, Nana Wiedemann, Mette Munk, Cecilie Dinesen, Geraldine O’Hare, Twylla Cunningham, Ditte Askerod, Pernille Spitz, Noeline Blackwell, Angela McCarthy, Leonie O’Dowd, Shirley Scott, Tracey Reid, Andreas Mokake, Rory Halpin, Camila Perera, Christina Gleeson, Rachel Frost, Natalie Flanagan, Kinan Aldamman, Trina Tamrakar, Maria Louison Vang, Larissa Sherwood, Áine Travers, Ida Haahr-Pedersen, Catherine Walshe, Tracey McDonagh & Rikke Holm Bramsen

In diesem Artikel stellen wir eine Beschreibung eines neuen Forschungs- und Ausbildungsprogramms, genannt CONTEXT oder ‚COllaboratives Netzwerk für Training und EXcellence in PsychoTraumatologie’ vor, finanziert durch Horizon2020, Marie-Sklodowska-Curie-Maßnahme. Die drei Ziele des Programms werden vorgestellt, die sich jeweils auf eine Schlüsselkomponente des CONTEXT-Programms beziehen. Zuerst fassen wir die zwölf individuellen Forschungsprojekte zusammen, welche drei prioritäre Bevölkerungsgruppen umfassen: (i) geflüchtete Menschen und Asylbewerber, (ii) Ersthelfer, und (iii) Täter und Überlebende von Kindheits- und geschlechtsspezifischer Gewalt. Zweitens stellen wir ausführlich das Mentoring- und Trainingsprogramm vor, welches im Mittelpunkt von CONTEXT steht. Schließlich beschreiben wir, wie die Forschung zusammen mit dem Training zu einer besseren Strategie, zu besseren Richtlinien und besserer Anwendung auf dem Gebiet der Psychotraumatologie beitragen kann.

Schlüsselwörter: Trauma, Doktorandenprogramme, Flüchtlinge und Asylbewerber, Ersthelfer, geschlechtsspezifische Gewalt, Kindheitstrauma

Original:

https://doi.org/10.1080/20008198.2017.1421001

Training the Next Generation of Psychotraumatologists: A New Collaborative Network for Training and Excellence in Psychotraumatology (CONTEXT)

Frédérique Vallières, Philip Hyland, Jamie Murphy, Maj Hansen, Mark Shevlin, Ask Elklit, Ruth Ceannt, Cherie Armour, Nana Wiedemann, Mette Munk, Cecilie Dinesen, Geraldine O’Hare, Twylla Cunningham, Ditte Askerod, Pernille Spitz, Noeline Blackwell, Angela McCarthy, Leonie O’Dowd, Shirley Scott, Tracey Reid, Andreas Mokake, Rory Halpin, Camila Perera, Christina Gleeson, Rachel Frost, Natalie Flanagan, Kinan Aldamman, Trina Tamrakar, Maria Louison Vang, Larissa Sherwood, Áine Travers, Ida Haahr-Pedersen, Catherine Walshe, Tracey McDonagh & Rikke Holm Bramsen

In this paper we present a description of a new, Horizon2020, Marie Curie Sklodowska Action funded, research and training program called CONTEXT, or the ‘COllaborative Network for Training and EXcellence in psychoTraumatology’. The three objectives of the program are put forward, each of which refers to a key component of the CONTEXT program. First, we summarise the twelve individual research projects that will take place across three priority populations: (i) refugees and asylum seekers, (ii) first responders, and (iii) perpetrators and survivors of childhood and gender-based violence. Second, we detail the mentoring and training program central to CONTEXT. Finally, we describe how the research, together with the training, will contribute towards better policy, guidelines, and practice within the field of psychotraumatology.

Keywords: trauma, doctoral programs, refugees and asylum seekers, first responders, gender-based violence, childhood trauma

Übersetzung:

Hier gelangen Sie zum Artikel: https://doi.org/10.1080/20008198.2017.1403257

Globale Kooperation im Bereich Traumafolgestörungen

Ulrich Schnyder, Ingo Schäfer, Helene F. Aakvaag, Dean Ajdukovic, Anne Bakker, Jonathan I. Bisson, Douglas Brewer, Marylène Cloitre, Grete A. Dyb, Paul Frewen, Juliana Lanza, Robyne Le Brocque, Brigitte Lueger-Schuster, Gladys K. Mwiti, Misari Oe, Rita Rosner, Julia Schellong, Jun Shigemura, Kitty Wu & Miranda Olff

Psychotraumata sind eine weltweite Herausforderung. Ein Großteil der weltweiten durch psychische Störungen verursachten Krankheitsbelastung tritt in strukturschwachen Ländern mit niedrigem oder mittlerem Durchschnittseinkommen auf (sog. LMIC, „low and middle income countries“), meist in Bevölkerungsgruppen, die politischen, ökonomischen oder sozialen Wandel durchlaufen oder zu Migration gezwungen sind. Diese psychischen Störungen sind oft durch traumatische Ereignisse verursacht, die Erwachsene, Kinder und Familien  betreffen, wie etwa Krieg, Massaker, Naturkatastrophen und Unfälle. Um dem zu begegnen und einen stärkeren Einfluss auf traumabezogene Themen auszuüben, rief die International Society for Traumatic Stress Studies (ISTSS) die 'Global Initiative' ins Leben. Als Teil dieser weltweiten Initiative wurde die 'Global Collaboration' von Vertretern aus acht Traumafachgesellschaften aus verschiedenen Ländern gegründet. Diese Gruppe entschied sich für das Thema Kindesmisshandlung und –vernachlässigung (Childhood Abuse and Neglegt CAN) als erstes Kooperationsprojekt. Sie sammelte Behandlungsleitlinien aus allen Teilen der Welt und konnte so die Grundlage für eine zentralen Leitfaden betreffend Prävention und Behandlung schaffen, der an jeweilige kulturelle Gegebenheiten angepasst werden kann. Die daraus resultierende Website 'Internet information on Childhood Abuse and Neglect (iCAN)' bietet umfassende Informationen für Erwachsene, die von CAN betroffen sind, sowie für deren nahe Angehörige. Sie ist derzeitig in acht Sprachen zugänglich und ist kostenlos von der Homepage der ISTSS und weiteren Websites zu erreichen. Eine zweite wichtige Errungenschaft der Global Collaboration ist die Validierung des Computerized Childhood Attachment and Relational Trauma Screen (CARTS), eines computergestützten Selbstauskunftsfragebogens zur Erfassung von Kindesmisshandlung, sowie dessen Übersetzung in mehrere Sprachen, darunter Kroatisch, Niederländisch, Französisch, Georgisch, Deutsch, Italienisch, Japanisch, Kroatisch, Norwegisch, Russisch und Spanisch. Aktuell ist eine Studie geplant, die normative Antworten auf den Fragebogen sammeln und interkulturelle Vergleiche anstellen soll. Der Erfolg der Global Collaboration kann als ermutigender Schritt hin zu einer tatsächlich globalen Struktur innerhalb der Psychotraumatologie gesehen werden.

Schlüsselwörter: Trauma, globale Zusammenarbeit, Kindesmissbrauch und Vernachlässigung, CARTS, Psychische Gesundheit bei Geflüchteten

Original: 

https://doi.org/10.1080/20008198.2017.1403257

The Global Collaboration on Traumatic Stress

Ulrich Schnyder, Ingo Schäfer, Helene F. Aakvaag, Dean Ajdukovic, Anne Bakker, Jonathan I. Bisson, Douglas Brewer, Marylène Cloitre, Grete A. Dyb, Paul Frewen, Juliana Lanza, Robyne Le Brocque, Brigitte Lueger-Schuster, Gladys K. Mwiti, Misari Oe, Rita Rosner, Julia Schellong, Jun Shigemura, Kitty Wu & Miranda Olff

Trauma is a global issue. The great majority of the global burden of disease arising from mental health conditions occurs in low and middle income countries (LMICs), among populations in political, economic, and/or cultural transition and those struck by forced migration. These mental health problems frequently arise as a result of traumatic events that adversely affect adults, children and families, including war, mass violence, natural disasters, and accidents. In response to this, the International Society for Traumatic Stress Studies (ISTSS) launched the Global Initiative to have a stronger global impact on trauma related issues. As part of this initiative, the Global Collaboration was established by representatives of eight professional organizations active in the field of traumatic stress. The group decided to focus on childhood abuse and neglect as its first collaboration. They collected guidelines from around the world, providing the basis for a synthesized core guide for prevention and treatment that can be customized for specific cultural contexts. The resulting “Internet information on Childhood Abuse and Neglect” (iCAN) is a comprehensive guide for adults who have been affected by childhood abuse and neglect, as well as for the survivors’ significant others. It is currently provided in eight languages, and is freely available at the homepage of ISTSS and other websites. A second achievement of the Global Collaboration is the validation of the Computerized Childhood Attachment and Relational Trauma Screen (CARTS), a self-report measure designed to measure occurrences of childhood maltreatment, and its translation into multiple languages, including Croatian, Dutch, French, Georgian, German, Italian, Japanese, Norwegian, Russian, and Spanish. A study is currently planned to collect normative responses to the questionnaire, and to conduct cross-cultural comparisons. The Global Collaboration’s success may be seen as an encouraging step towards a truly global structure in the field of traumatic stress.

Key words: Trauma, Global Collaboration, Childhood Abuse and Neglect, CARTS, Refugee Mental Health